Wie alles begann

Heute möchte ich euch in meine Gruno-Welt mitnehmen und die Geschichte erzählen, wie alles mit Gruno begann.

Mit 16 Jahren hatte ich einen langweiligen Tag. Mir kam die Idee, ein Märchen zu schreiben und mir dafür verschiedene Figuren auszudenken. Der grüne Pinguin, der damals noch Bruno hieß, war geboren. In meiner Fantasie entstanden dann noch grüne Kühe, ein usmekischer Waldvogel, ein Zeitschaf und auch Vater Zeit, Mutter Natur sowie mein Liebling: Wiskus, der Wal.

Wie sich damals alles entwickelte, kann ich heute gar nicht mehr so genau sagen. Es waren viele Eindrücke, die mich inspirierten oder auch selber bewegten und mich letzten Endes zur Geschichte von Bruno brachten. Mit seiner grünen Farbe war er anders und somit ein Außenseiter.
Sicherlich spiegelt der Text auch meine damaligen Erfahrungen und Gefühle wider, denn als pubertierende Jugendliche war auch ich einem gewissen Druck ausgesetzt: Cool sein und dazu gehören. Ich denke, das ist heute noch genauso.

Im Laufe der Zeit verfeinerte ich die Geschichte rund um den grünen Pinguin. Dies war ein sehr langer Prozess und dauerte Jahre. Die Idee, daraus mal ein richtiges Kinderbuch entstehen zu lassen, kam mir erst viel später.

2011 trat Olga, eine Illustratorin, in mein Leben. Da ich über die Jahre schon mehrere vergebliche Versuche gestartet hatte, Bilder zur Geschichte „malen zu lassen“, kam Olga zur richtigen Zeit. Wir entwickelten zusammen den grünen Pinguin und es entstand ein echtes Kinderbuch. Ein ziemlich dickes Buch sogar, denn von schönen Bildern kann man einfach nicht genug bekommen. Der Entschluss, Bruno als Marke anzumelden, war schnell gefasst. An dieser Stelle wechselte Bruno seinen Namen zu Gruno (das „G“ passte ja auch besser zu einem grünen Pinguin), denn mit diesem Namen gab es keine Kollisionen zu bestehenden Marken.

Also kam Ende 2011 mein erstes Kinderbuch „Gruno im Schlummerland – Die grüne Geschichte“ in den Handel.
Sogar die Kinderbucheinkäuferin der Mayerschen Buchhandlung war von dem Werk begeistert. Natürlich waren an der Entstehung auch Profis beteiligt, vor allem meine Nichten Jasmin und Carolin, die als bekennende Leseratten schon das ein oder andere Kinderbuch verschlungen hatten. Auch Wolfgang, ein ehemaliger Grundschullehrer, setzte unbarmherzig bei Grammatik, Ausdruck und Co. den Rotstift an sowie viele weitere Freunde.

Während der Zeit zu Gruno im Schlummerland – Die grüne Geschichte – überkam mich eine erneute Schreiblust.
Das Feedback war einfach überwältigend und es machte so wahnsinnig viel Spaß, so dass dann der zweite Teil der Gruno-Serie entstand: Rettung für den Glückskleewald. Leider stellten die Illustratorin und ich fest, dass wir in unserer Arbeitsweise und auch menschlich nicht zu 100% zusammenpassten. So vergingen weitere 5 Jahre, bis ich eine neue Illustratorin gefunden hatte. Die Entwicklung der Bilder klappte hervorragend und die Qualität und Motivauswahl verursachten bei mir mehr als nur ein Mal Gänsehaut. Sandra ist einfach spitze und ich geb sie nicht mehr her! Sie hat in den letzten 12 Monaten 50 liebevoll illustrierte Kunstwerke entstehen lassen, die in Detail und Farbtiefe wirklich atemberaubend sind.

Und ihr könnt euch denken, dass zwei Bücher eine komische Anzahl sind, oder? Eben! Deswegen steht bereits der Text für den dritten Gruno: Der Feuereisberg. Und diesmal werden keine weiteren fünf Jahre vergehen. Versprochen!

Das ist meine Geschichte. So fing ich an, Kinderbücher zu schreiben, obwohl ich keine eigenen Kinder habe, aber dafür eine ausgeprägte Fantasie. Schade, dass meine sieben Meerschweinchen sich so gar nicht dafür interessieren und lieber Gurke und Co. bevorzugen.

Die Autorin

Wer steckt hinter den Gruno Kinderbüchern?